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Ankündigung: Prof. Harald Dreßing spricht am 27.05.2013 in Frankenthal über das Thema Stalking

Auf Einladung des Frankenthaler Runden Tischs “Häusliche Männergewalt gegen Frauen” spricht apl. Prof. Dr. Harald Dreßing, Leiter der Forensischen Psychiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI), am 27.05.2013 über das Thema “Stalking - Umgang und Beratung”. Auf Basis aktueller Forschungsergebnisse wird er spezifische Interventionsmöglichkeiten für Stalking-Opfer vorstellen. Darüber hinaus wird er eine Risiko-Einschätzung im Hinblick auf eskalierende und gewalttätige Verläufe von Stalking vornehmen. 

Die Veranstaltung findet von 14-16 Uhr im Frankenthaler Rathaus, Sitzungszimmer 3 (Seiteneingang) statt. Gäste sind willkommen.

Mannheimer Starthilfe-Projekt erhält Spende des Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreises

Der Deutsch-Amerikanische Frauenarbeitskreis Mannheim e.V. – kurz DAFAK – bedachte die „Mannheimer Starthilfe“ mit einer Spende von 1.000 Euro. Für die Mannheimer Starthilfe nahm der Leiter der Sozialarbeit am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI), Jürgen Martus, die Spende am 15. Mai 2013 im Café des Pflanzenschauhauses im Luisenpark entgegen. Mit den Einnahmen aus dem diesjährigen 32. Pfennigbasar im Mannheimer Rosengarten, insgesamt 68.000 Euro, bedachte die DAFAK 28 Organisationen.

Gerade erst im Januar 2013 erhielt die „Mannheimer Starthilfe“ aus dem Sponsoringfonds der Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (MVV Energie) Fördergelder in Höhe von 2.500 Euro. Schon kann Jürgen Martus erneut eine erfreuliche Summe für die Finanzierung des Projektes, das sich vollständig durch Spenden von Privatpersonen und Mannheimer Firmen trägt, verbuchen.

Die Mannheimer Starthilfe besteht seit 1983 am ZI und wurde von den MitarbeiterInnen der Sozialarbeit mit dem Ziel gegründet, Menschen mit psychischer Erkrankung über die medizinische Behandlung hinaus bei der sozialen und vor allem bei der beruflichen Integration zu unterstützen. Aktuell stehen 121 Arbeitsversuchsplätze in 95 Unternehmen zur Verfügung, die jedes Jahr von bis zu 200 Teilnehmern genutzt werden. Die Wiedererlangung der Berufstätigkeit stellt für Menschen mit einer psychischen Erkrankung einen wichtigen Schritt dar. Auf diesem Weg will die Starthilfe die Patienten begleiten. Die Arbeitsversuchsplätze ermöglichen es, den Betroffenen, die im Anschluss an einen stationären Aufenthalt ausreichend stabilisiert sind, sich unter wirklichkeitsnahen Bedingungen beruflich zu orientieren, eine feste Tagesstruktur zu finden sowie neue soziale Kontakte außerhalb des Klinikumfelds zu knüpfen.

Informationen zur Mannheimer Starthilfe e.V.

Spendenkonto:
Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
Konto-Nr.: 301 500 15
BLZ: 6670 505 05

Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt.

Der Deutsch-Amerikanische Frauenarbeitskreis Mannheim e. V. verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Deutsche und amerikanische Frauen arbeiten hier ehrenamtlich im Dienst der Gemeinschaft und erwirtschaften durch Veranstaltungen finanzielle Mittel für eine ganze Reihe sozialer Projekte, die durch Mitarbeit und durch finanzielle Zuwendungen unterstützt werden. Die Haupteinnahmequelle des DAFAK ist der bekannte Pfennigbasar, der einmal jährlich im Januar oder Februar stattfindet.

Neue Borderline-Studie macht Kommunikationsvorgänge im Gehirn sichtbar

Sozialer Kontakt zu anderen Menschen ist ein elementares menschliches Bedürfnis. Bisher waren die Methoden der neurowissenschaftlichen Forschung nur unzureichend entwickelt, um die Vorgänge im Gehirn während der Kommunikation zu beobachten. Dank des sogenannten „Hyperscanning“ ist das jetzt realisierbar. Hierbei werden zwei Kernspintomographen miteinander verbunden und ermöglichen ein gleichzeitiges Erfassen der neuronalen Aktivität zweier miteinander kommunizierender Probanden. Dank der zwei modernen Forschungsgeräte am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) wird die Methode hier seit über einem Jahr in der Forschung eingesetzt. Jetzt untersucht in einem europaweit einzigartigen Projekt die Klinische Forschergruppe 256 (KFO 256) mittels dieser Methode die Kommunikation bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Die KFO 256 am ZI in Mannheim und an der Medizinischen Fakultät Heidelberg hat das Ziel, die Mechanismen der gestörten Emotionsregulation aufzuklären, mit einem besonderen Fokus auf Störungen der sozialen Interaktion bei Menschen mit Borderline-Störung. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwerwiegende psychische Störung, die unbehandelt einen chronischen und schweren Verlauf nehmen kann. Die Betroffenen leiden unter heftigen Gefühlsschwankungen und haben aus diesem Grund oft Schwierigkeiten stabile Beziehungen aufzubauen. Obwohl die Patienten ein sehr feines Gespür für die Befindlichkeit anderer haben, neigen sie dazu neutrale Gesichtsausdrücke oder Körperhaltungen falsch einzuschätzen. Folglich fällt es den Patienten schwer, Vertrauen in ihre Mitmenschen zu entwickeln. Da Vertrauen wesentlich für einen erfolgreichen Beziehungs- und Bindungsaufbau ist, resultieren so erhebliche Störungen der sozialen Interaktionen bei BPS.

Im Projekt „Neurale Mechanismen von Vertrauen und dyadischer Interaktion bei BPS“ (Projektleitung: Professor Meyer-Lindenberg und Professor Peter Kirsch) untersuchen die Wissenschaftler am ZI, ob sich die Hirnaktivität während der Kommunikation bei Menschen mit BPS von den Vorgängen im Gehirn gesunder Menschen unterscheidet. Eine besondere Rolle kommt dabei der präfrontalen Regulation der Amygdala und ihrer Modulation durch das - als „Kuschelhormon“ bezeichnete - Oxytocin zu. Über dessen Einfluss ist wenig und über die Modulation regulatorischer Systeme durch Oxytocin ist nichts bekannt. Das Hormon, das beim Menschen die Bereitschaft für Vertrauen und damit Nähe zu Anderen steigert, hat vor allem in der Schwangerschaft und bei der Geburt wichtige Funktionen und fördert u.a. eine enge Mutter-Kind-Bindung. Da der soziale Kontakt zu anderen Menschen ein elementares Bedürfnis eines jeden Menschen darstellt, erhoffen sich die Forscher durch diese Studie ein genaueres Bild von den Vorgängen im Gehirn zu erhalten, um daraus neue Therapieansätze zur Behandlung der BPS ableiten zu können.

Interessierte können sich unter www.kfo256.de oder per E-Mail (info.bps-studie@zi-mannheim.de) informieren und unter der Telefonnummer 0621 1703-4413 melden.

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